Arthur Manuel (1951-2017)

 AKIN ist schockiert über den Tod unseres Ehrenmitglies und einer der wichtigsten indigenen Führungspersönlichkeiten in Kanada, Arthur Manuel (Neskonlith).
Rest in peace brother

> Link zum Kondolenzschreiben: art-letter-of-condolence.pdf
> Link zum Nachruf von Dr. Peter Schwarzbauer: Arthur Manuel – Vorreiter im Kampf für indigene Rechte, Selbstbestimmung und Souveränität

Arthur Manuel war ein bedeutender indianischer Politiker (Shuswap Nation) in der kanadischen Provinz Britisch Kolumbien. Er war Sprecher einer Vereinigung von Indianervölkern (Indigenous Network of Environment and Trade; INET). Das Hauptanliegen von Arthur Manuel war die Durchsetzung des indigenen Landtitels (Aboriginal Title), welcher den Indigenen in Britisch Kolumbien durch den Obersten Gerichtshof Kanadas be­stätigt wurde (Delgamuukw Entscheidung, 1997). Die verschiedenen kanadischen Regie­rungsebenen (Bundes- und Provinzregierungen) waren bisher nicht bereit, die Entscheidung des Ober­sten Gerichtshofes zu respektieren und umzusetzen.

Arthur Manuel trat in die Fußstapfen seines politisch sehr aktiven und bekannten Vaters, George Manuel. Dieser war u.a. Gründungsmitglied der Vereinigung indianischer Chiefs in Britisch Kolumbien (UBCIC, Union of BC Indian Chiefs) und Gründer des Welteingeborenenrates (World Council of Indigenous Peoples).

Arthur Manuels Hauptanliegen war es, durch gemeinsames Vorgehen von verschiedenen In­dianernationen und Interessensvertretungen den kanadischen Regierungen die Unhaltbarkeit ihrer Einstellungen gegenüber Indianern klar zu machen; nämlich, einfach Entscheidungen des Obersten Gerichtshofes zu ignorieren. Manuel setzte in letzter Zeit verstärkt auf interna­tionale Aktivitäten. So hatte er in Europa ein Netzwerk von Menschenrechtsgruppen hinter sich und engagierte sich in internationalen Gremien, wie etwa im UNO-Menschenrechtsbereich, in Aktivitäten der Biodiversitätskonvention und der WTO.

Zur Erhöhung der Effizienz internationaler Aktivitäten beschäftigte Arthur Manuel seit einigen Jahren die österreichische Juristin, Mag. Nicole Schabus, die auf internationales/indigenes Recht und internationale Wirtschaft spezialisiert ist. Sie ist Mitglied des Arbeitskreises Indianer Nordamerikas.

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