Indigene Kanadas von Teersandabbau betroffen – die EU könnte darauf Einfluss nehmen

Schon seit einiger Zeit wird seitens der Europäischen Union eine neue Treibstoffrichtlinie entwickelt. Diese würde in ihrer derzeit vorliegenden Entwurfsfassung zur Folge haben, dass neben vielen anderen besonders schädlichen Energieträgern auch der Import von Produkten aus kanadi­schen Teersanden in die EU de facto verboten würde.

Die Gewinnung von Teersanden in Kanada stellt nicht nur eine irreversible Zerstörung und Vergif­tung riesiger Landstriche mit für das Weltklima unverzichtbaren borealen Waldflächen dar, sondern vernichtet darüber hinaus auch die Lebensgrundlage der unmittelbar in den betroffenen Gebieten lebenden indigenen Völker und deren Siedlungen. Damit verstößt der Abbau von Teersand auch gegen international anerkannte Rechtsnormen, insbesondere gegen die UN-Declaration on the Rights of Indigenous Peoples (UNDRIP) sowie gegen kanadisches Recht, insbesondere gültige Verträge zwischen Kanada und betroffenen indigenen Völkern.

Mehr Informationen im Factsheet des Indigenous Environmental Network (IEN) zum Thema „Tar Sands and Indigenous Rights“

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